Mal eben schnell …

… ein Problem beheben. Wer kennt das nicht, es gibt einen vermeintlich kleinen Fehler den man mal eben am Blechkoffer beheben will. Das ist meiner Meinung nach aber auch bei alten Autos nicht immer möglich. Natürlich lassen sich auch für Laien wie mich deutlich mehr Probleme selbst lösen aber manchmal gibt es solche Dinge die einen tierisch lange aufhalten. So ging es mir gestern Abend an der Cremeschnitte. Beide Bremslichter waren tot. Erste Amtshandlung natürlich war eine der beiden Lampen zu ersetzen. Tja Pustekuchen. Wäre ja auch komisch das beide Lampen gleichzeitig den Geist aufgeben. Auf der anderen Seite bekommt man das ja nicht immer mit und Hand aufs Herz, niemand prüft vor der Fahrt sämtliche Leuchtmittel der Kiste.

Wie schon geschrieben konnte ich die Birnchen ausschliessen. Die funktionierten tadellos. Als nächstes habe ich die Sicherung durchgemessen. Zugegeben das ist keine große Sache denn der Bock hat insgesamt 8 Sicherungen. Man ist also recht schnell durch. Aber auch hier war der Fehler nicht zu finden. Nächste Vermutung: Birnenfassung. Auch die funktionierte wie sie sollte. Also wo suchen? Als einzige Fehlerquelle blieb ja noch der Schalter am Bremspedal. Hatte ich eigentlich mal erwähnt das ich sämtliche arbeiten im Fußraum und vor allem auf der Fahrerseite hasse wie die Pest? Ich bin einfach zu groß, ungelenkig und tollpatschig für diesen Arbeitsbereich. Hoffentlich macht niemals wer Bilder von mir wenn ich quer neben dem Auto liege um eine halbwegs bequeme Arbeitsposition zu finden, mir ständig am Lenkrad den Hirsch stoße und mich da rumquäle.

Der Schalter jedenfalls ist direkt vorm Bremspedal befestigt:

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Wer sowas noch nicht gesehen hat bzw nicht weiss wie das Teil funktioniert das ist so einfach wie genial. Im Schalter sind zwei Kontaktplatten die sich am unteren Ende durch einen Knick näher sind als im oberen Drittel, in der Mitte eine Feder und ein Kontakt geformt wie ein U (man sieht es gleich auf den Bildern). Drückt man nun das Pedal wird der Stift/Kontakt durch die Feder nach unten gedrückt und schliesst den Stromkreislauf. Lässt man das Pedal los drückt die Masse des Pedals den Stift zurück in das Gehäuse. Der “U-Kontakt” wandert nach oben und hat keinen Kontakt mehr zu beiden Kontaktstäbchen.

Auf dem nachfolgenden Bild sieht man alle Bestandteile dieses Schalters. Der “Staubhaufen” ist im übrigen auch gleichzeitig der Grund wieso die Bremslichter dunkel blieben

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Also Kontakte anschleifen. Danach messen ob über die gesamte Fläche nun wieder der Kontakt gegeben ist.

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Nachdem das also geschafft war ging es wieder an den Zusammenbau des Schalters. Mir war zwar da bereits die grobe Funktion dieses Dings klar aber ich habe nicht damit gerechnet das der Einbau so nervig wird. Die beiden Stäbchen sitzen in einer Führung (aus Plastik). Eine Seite passte wunderbar. Die andere war durch die Zeit recht ausgeschlagen. Sah wirklich aus als würde das Ding innen recht schnell warm. Jedenfalls konnte man das Blättchen nicht mehr richtig arretieren.

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Es war wirklich ein Geduldsspiel bis das richtig saß. Also das Teil wieder zusammengesetzt und getestet. Nichts. OOHHHHHH SCHEISSE. Dieses Spiel wiederholte ich dann ca 1 Stunden bis es dann endlich den Kreislauf schloss und dieser mistige Stift nicht mehr hängen blieb. Bis ich den Schalter dann wieder am richtigen Platz hatte und Ihn mit den beiden Muttern fixiert hatte dauerte auch wieder eine Weile. Das ist aufgrund der unangenehmen Arbeitsposition wirklich anstrengend. Nach knapp 2,5 Stunden war ich dann durch und mein Heck leuchtete … wie man so die Zeit totschlagen kann.

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