Der Blog im Winterschlaf …

Der letzte Beitrag ist jetzt schon über einen Monat alt. Nicht gerade optimal wenn man möchte das hin und wieder mal jemand den Kram hier liest ;-) Noch dazu wenn, ich vermute es war CW, Bamako-Motors für einen die “Werbetrommel” rührt. Vielen Dank an dieser Stelle fürs aufnehmen in den Blogroll. Ich werde mich, wenn ich endlich mal den Arsch hoch bekomme und das CMS update, entsprechend bedanken. Bis es soweit ist empfehle ich Euch manuell, für interessante Geschichten rund ums (nicht normale) Automobil die Kollegen von Bamako-Motors! Lohnt sich!

Die Zeit allerdings vergeht wie im Flug und das Thema Auto steht bei mir derzeit etwas hinten an. Zum einen weil die Temperaturen und die Witterung nicht unbedingt Freude bereiten (Ja ich gebe es zu: Ich gehöre zur Fraktion der Leute die das alte Blech nicht bei Wind und Wetter bewegen will). Zum zweiten, dass ist wohl der Hauptgrund, weil auch etwas die Luft raus ist. Ich bin froh das die Kiste läuft auch wenn Sie noch immer hin und wieder zickt.

Passiert ist in der Zwischenzeit natürlich dennoch einiges. Auch vieles auf das ich hätte verzichten können. Einer der Punkte ist das leider nicht ganz dichte Hallendach. Im Sommer wurde bereits Abhilfe versprochen, im November sollte es dann endlich soweit sein und das Dach erneuert werden. Zur Sicherheit haben wir in einer Sonntagsaktion den ganzen Kram (Werkzeug etc) aus der Halle in einen Hänger verlagert. Da wir ja schon seit dem späten Sommer mit einem neuen Dach rechneten, uns wegen des Drecks erst gar nicht “häuslich” einrichteten war der Kram auch schnell rausgeräumt.

halle

Aber es kam dann wie es kommen musste. Die ganze Sache zog sich unheimlich in die länge und wurde immer komplizierter. Der Höhepunkt wurde erreicht als der Lieferant des Dachmaterials seine Platten wieder vom Hof abholen kam obwohl unser Vermieter seinem Dachdecker bereits das Geld gezahlt hatte. Die Zahlung an den Lieferanten blieb aber wohl aus. Wir hatten noch Glück da man bei unserer Halle noch nicht mit dem Abdecken begonnen hatte. Unseren Hallennachbarn traf es da viel schlimmer. Der ersoff fast im Regen … . Mittlerweile hat aber auch er wieder ein Dach über dem Kopf und wir bekommen unser Dach erst im nächsten Jahr. Die verschiedenen undichten Stellen sind jetzt notdürftig repariert. Ich bin gespannt …

Durch die ganze Aktion konnte ich mich noch immer nicht dran machen das Nummernschild der roten Prinzessin richtig zu befestigen. Auch das Armaturenbrett vibriert fröhlich vor sich hin, Radio ist noch nicht angeschlossen und so weiter. Aber ich dachte mir “Naja dann fährste halt die nächste Zeit mal wieder Autos die keine Probleme machen und du nix schrauben musst”. Und der Gedanke war noch nicht zu Ende gedacht da machte auch unser Alltagsauto zicken. Stoßdämpfer hinten durch. Fühlte sich zuerst an wie ne gebrochene Feder und klang auch so. Bei jeder Bodenwelle hinten rechts ein Schlag und ein stumpfes metallisches Geräusch. Ich frage mich wirklich wie man mit kaputten Stoßdämpfern fahren kann ohne es zu bemerken…

yaris-stoßdaempfer

Ölverlust hatte ich schön des Öfteren gesehen. Am Stoßdämpfer aber noch nicht. Das ganze passierte natürlich genau in der Zeit in der unser komplettes Werkzeug im Hänger stand und ich das erstmal wieder umständlich rauskramen musste. Der Wechsel ging, Dämpfer und Feder sind einzeln, relativ problemlos. Bei der ganzen Aktion ist mir aber wieder mal bewusst geworden wie einfach solche Arbeiten mit einer Hebebühne sind. Dieses mit dem Arsch auf dem Boden rumschrubben ist echt fürn Arsch.

yaris1

Nach ner knappen Stunde waren aber dennoch beide Stoßdämpfer gewechselt. Als nächstes sind die Federn dran. Da überlege ich aber noch ob ich nicht das ganze Fahrwerk durch ein Gewindefahrwerk ersetzen soll. Diese kürzeren Federn und Serienstoßdämpfer sind einfach Schrott. Vor allem weil der überdachte Einkaufswagen sowieso zu hoch und der Schwerpunkt total fürn Eimer ist.

Aber wo wir gerade beim Yaris sind. (Wenn man bedenkt wie lange japanische Hersteller Modelle pflegen ja fast schon ein Klassiker …). Ein sehr nützlicher Tip für Euch alle da draußen. Nachdem Ihr Öl aufgefüllt habt IMMER sofort wieder den Deckel drauf. Sonst sieht das nach 30 km Autobahn ungefähr so aus:

oelverlust

Ich hatte Glück im Unglück. Der Deckel, den ich zwischen Gummi und Domstrebe gesteckt hatte, ging trotz der zurückgelegten Entfernung nicht verloren. Ich muss gestehen das ist mir jetzt schon zum zweiten Mal passiert. Allerdings hatte ich es beim ersten Mal direkt nach 100 Metern bemerkt … Wer sich fragt wie man das merkt sollte es einfach mal ausprobieren. Riecht merkwürdigerweise nach verbranntem Sprit und heißem Öl wenn man anfährt und die Kiste auf Temperatur ist.

Soviel zu den Katastrophen. Ich hoffe am kommenden Wochenende auf gutes Wetter um mit der roten Dame ein letztes Mal in diesem Jahr zum Altautotreff fahren zu können.

Für alle Oldtimerfreunde oder Sympathisanten die sich an unserer Demokratie beteiligen möchten dem sei der folgende Aufruf von KLE (Fusselblog) ans Herz gelegt.